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Krisen meistern, Resilienz gewinnen

Krisen geben Menschen die Chance, ihre Resilienz (innere Widerstandsfähigkeit), zu verbessern und so gestärkt aus einer schwierigen Phase herauszugehen. Wer in einer akuten Krise steckt, weil er zum Beispiel unter der Trennung von seiner Partnerin oder dem Tod seines Vaters leidet, ist oft nicht so fit für seine Arbeit wie sonst.  Eine gute Unterstützung durch den Arbeitgeber ist hierbei sehr hilfreich.

Trotz Krise zur Arbeit

58,7 Prozent der Befragten berichten von körperlichen und 79 Prozent von psychischen Problemen, heißt es im Fehlzeiten-Report 2017: „Krise und Gesundheit - Ursachen, Prävention, Bewältigung“. Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat ihn nach einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Beschäftigten herausgegeben. Obwohl sie psychisch und körperlich nur begrenzt leistungsfähig sind, gehen 48,8 Prozent von ihnen dennoch zur Arbeit. Mehr als ein Drittel von ihnen ist aber unzufrieden mit seiner Arbeit oder meldet sich häufiger krank. Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen war in den letzten fünf Jahren von einem kritischen Lebensereignis betroffen. Während bei jüngeren Arbeitnehmern Krisen eher durch Konflikte im privaten Umfeld oder finanzielle Probleme ausgelöst werden, sind Ältere häufiger durch Krankheit oder Tod von Angehörigen belastet.

Prävention durch Betriebliches Gesundheitsmanagement

„Die Folgen sind für Beschäftigte und Arbeitgeber gravierend", so Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Er ruft daher zur Prävention über Früherkennung von Stress, klare gesetzlichen Vorgaben im Präventionsgesetz und eine gute Unterstützung durch den Arbeitgeber auf. Angebote im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements seien ebenso hilfreich wie eine gute Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen. "Kritische Lebensereignisse bei Beschäftigten können ein ‚Stresstest‘ für die Stabilität der beiderseitigen Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter sein", so Helmut Schröder. "Wenn Krisen sowohl aus Sicht des Betriebes als auch des betroffenen Beschäftigten gut gemeistert werden, können beide Seiten gestärkt aus ihr hervorgehen."

Krisen sind Chancen

Denn Krisen, so hart sie auch sind, stellen immer auch eine Chance dar. „Resilienz braucht Krisenerfahrungen, um sich zu entwickeln“ heißt es im wissenschaftlichen Report der WIdO. Mit Resilienz sind die Fähigkeiten und Faktoren gemeint, die einen Menschen so gut gegen psychosoziale, psychologische und biologische Risikofaktoren stärken, dass er weiterhin leistungsfähig ist. Im Volksmund würde man sagen „Den haut so schnell nichts um“.

Resilienz ist nicht nur eine Frage des Naturells

Wie resilient ein Mensch ist, hängt zum Teil von seiner Persönlichkeit ab. Ein optimistischer Mensch, der trotz dunkler Phasen in seinem Leben zuversichtlich in die Zukunft blickt und die Krise akzeptiert, hat hier bessere Chancen als ein Pessimist. Aber die Fähigkeit zur Resilienz ist nicht nur eine Frage des Naturells, denn es lassen sich auch Strategien erlernen, um leichter durch Krisen zu gehen. Hierzu gehören zielorientiertes Handeln, Problemlösetechniken und Selbstwirksamkeit (die Überzeugung, Probleme aus eigener Kraft bewältigen zu können). Wer Krisen erfolgreich übersteht, weiß, dass sich dort, wo das Ende zu sein schien, neue Wege aufgetan haben. Diese Erfahrung kann ihm Zuversicht in einer neuen Krisensituation geben.