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Personal-ABC: F wie Fachkräftemangel

Fachkräftemangel gehört ebenso wie Digitalisierung zu den Stichworten, die ständig in den Medien kursieren. Offensichtlich hängt der Fachkräftemangel als Damoklesschwert über der Deutschen Wirtschaft, sagte doch kürzlich erst das Forschungsinstitut Prognos voraus, dass bis 2030 in Deutschland drei Millionen Fachkräfte fehlen könnten.
Die Prognos-Studie sieht den demografischen Wandel als Grund für die vor allem in den nächsten 10 bis 20 Jahren wachsende Fachkräftelücke. Bis 2040 wird die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter um rund ein Zehntel sinken, sagt Studienautor Oliver Ehrentraut.

Balance zwischen Facharbeitern und Akademikern wichtig

Berufsverbände sehen in der Ausbildung eine wichtige Basis, um Fachkräftemangel entgegenzuwirken. "Damit unsere Wirtschaft funktioniert, braucht es eine ausgewogene Balance von Facharbeitern und Akademikern", sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Beinahe zwei von drei Absolventen nehmen nach der Schule ein Studium auf, so Schwannecke. Wer repariert dann in 10 bis 20 Jahren unsere Heizung, fragen da manche zu Recht.
Die aktuellste Engpass-Analyse der Bundesagentur für Arbeit sieht derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel - wohl aber Engpässe in einigen technischen Berufen sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen. Der Mythos vom Fachkräftemangel ist demnach eher eine Rechtfertigung mancher Unternehmen, die langwierige Prozesse der Stellenbesetzung haben oder bei der Suche nach Bewerbern und der Gestaltung von Arbeitskonditionen die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.

Firmen müssen um Mitarbeiter werben, nicht umgekehrt

Längst müssen sich die Firmen bei potenziellen Mitarbeitern bewerben statt umgekehrt. Manche Unternehmen suchen immer noch nach der berühmten „eierlegenden Wollmilchsau“ und wollen einen Mitarbeiter mit 10 bis 15 Jahren Berufserfahrung zu den Konditionen eines Berufseinsteigers. Erfahrene Fachleute scheitern dann mit ihren Bewerbungen, weil sie in den Augen der Unternehmen schlichtweg zu teuer sind. Im Absageschreiben wird das dann mit „Sie sind für uns überqualifiziert“ verschlüsselt.
Geld allein ist es allerdings längst nicht, was einen Arbeitsplatz attraktiv macht. „Wer für Geld zu Ihnen kommt, der geht auch für Geld wieder“ sagt Managementberater Frank Rechsteiner in der Wirtschaftswoche. Der Berater und Autor Martin Gaedt empfiehlt Unternehmen, den hart umworbenen Arbeitskräften von Anfang an eine langfristige Perspektive zu bieten. Im vergangenen Jahr erhielten nach Angaben der Bundesregierung 45 Prozent der neu eingestellten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen befristeten Arbeitsvertrag.

Optimale Passung zwischen Stelle und Mitarbeiter beugt Fachkräftemangel vor

Damit die Zusammenarbeit nicht nur vom Vertrag her eine langfristige Perspektive hat, sondern auch vom Stellenumfeld, müssen die Anforderungen und der Bewerber optimal zusammenpassen. Ein Matching bringt ans Licht, ob der Bewerber neben den Fachkenntnissen auch die soft skills mitbringt, die er für eine erfolgreiche Ausübung der betreffenden Stelle benötigt. Zudem kann jemand sich nur dann mit all seinen Fähigkeiten einbringen, wenn ihm das in dem Stellenumfeld möglich ist, in dem er arbeitet. Es gäbe weniger Fachkräftemangel, wenn jeder Erwerbstätige seine Kompetenzen voll einsetzen kann. Fachwissen, Berufserfahrungen und Talente schlummern andernfalls ungenutzt und die Gefahr, dass Mitarbeiter das Unternehmen frustriert wieder verlassen, ist groß.