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Teambuilding und die Rolle des Teamleiters

Ein Team ist nicht von Anfang an eine gut eingespielte Gruppe, die effektiv zusammenarbeitet. Vielmehr ist Teamentwicklung ein längerer Prozess, der in vier Phasen abläuft: Forming, Storming, Norming und Performing. In der Forming-Phase finden sich die Team-Mitglieder zusammen und loten langsam aus, wer was kann und wer wie tickt. In der Storming-Phase gibt es Kompetenzgerangel und erste Konflikte brechen hervor, so dass das gemeinsame Vorankommen für ein Ziel eher behindert wird. In der Norming-Phase ist das überwunden, es bilden sich klare Regeln für den Umgang miteinander heraus und ein offener Austausch ermöglicht eine gute Zusammenarbeit. Es stellt sich ein Wir-Gefühl ein, das dabei hilft, gemeinsam Ziele zu erreichen. Die Performing-Phase ist die bestmögliche Phase als Team: alle Teammitglieder unterstützen sich gegenseitig, die verschiedenen Charaktere und Persönlichkeiten werden in ihrer Gesamtheit als Stärke für die Gruppe empfunden und jeder so eingesetzt, dass er seine Fähigkeiten bestmöglich zum Einsatz bringen kann.

Der Teamleiter bei der Gratwanderung zwischen Lenken und Loslassen


In allen Phasen spielt der Teamleiter, vergleichbar mit dem Dirigenten eines Orchesters, eine entscheidende Rolle. Er muss in der Forming-Phase den Rahmen der Zusammenarbeit abstecken, eindeutige Ziele definieren sowie Spielregeln und Strukturen festlegen. In der Storming-Phase ist er als Mediator gefragt, der Konflikte erkennt und dafür sorgt, dass sie geklärt werden. Auch bei der klaren Rollenzuweisung ist seine Führungskompetenz gefragt.

Ein Stück weit zurücklehnen kann der Teamleiter sich in der Norming-Phase. Das Team ist soweit eingespielt, dass er immer mehr Verantwortung an die Gruppe abgeben kann und darauf vertrauen kann, dass sie effektiv arbeitet. Dass das nicht selbstverständlich ist, sollte in der Phase „Performing“ deutlich werden. Der Teamleiter sollte darauf achten, dass er das Wir-Gefühl der Gruppe stärkt, indem Erfolge auch gefeiert werden. Um als Teamleiter die richtige Balance zwischen lenken und loslassen zu finden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

>> Nehmen Sie sich zurück

Lassen Sie bei Diskussionen und Brainstorming zunächst die Teammitglieder reden, geben Sie Ihren Mitarbeitern - vor allem den introvertierteren - die Chance, ihre Ideen einzubringen. Wenn Sie gleich zu Beginn des Meetings ihre Lösungsvorschläge präsentieren, trauen sich die anderen vielleicht gar nicht erst, weil sie ihre Idee gut finden oder Angst haben, sich mit ihrem Vorschlag zu blamieren.
Wenn Sie ein eher dominanter Mensch sind, können Sie auch soweit gehen, dass Sie Ihrem Team nur kurz das Problem vorstellen und dann ankündigen, dass Sie Ihren Mitarbeitern 45 Minuten Zeit geben, Ideen zu entwickeln und in der Zeit das Zimmer verlassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen das Team dann mindestens einen guten Lösungsvorschlag präsentiert, ist groß – und die Mitarbeiter haben ihre Einfälle freier fließen lassen als wenn Sie mit im Raum gewesen wären.

>> Klären Sie Konflikte und Missverständnisse

Zwischenmenschliche Differenzen rauben viel wertvolle Energie und hindern das Team daran, konsequent seine Ziele zu verfolgen. Wenn Sie Probleme unter den Teppich kehren, wird sich das früher oder später als Stolperfalle erweisen. Daher ist es wichtig, dass Sie herausspüren, wo es Konflikte gibt, diese offen ansprechen und als Moderator zwischen zwei Kontrahenten vermitteln. Achten Sie dabei auf einen gegenseitigen wertschätzenden Umgang.

>> Seien Sie Vorbild im Umgang mit Fehlern

Als Teamleiter sollten Sie bezüglich des offenen Umgangs mit Fehlern mit gutem Beispiel vorangehen. Das erleichtert Ihrem Team den konstruktiven Umgang mit Pannen und Versäumnissen. Statt nach dem Schuldigen zu suchen, sollten Sie nach vorne sehen und sich darauf konzentrieren, wie sich das Problem lösen lässt.

Im Hinblick auf künftige Situationen muss sich aber auch jeder im Team die Frage stellen „Was kann ich dazu beitragen, damit bei anderen keine Fehler entstehen?“ Jeder sollte sich in den anderen hineinversetzen und überlegen, was er tun kann, um den anderen die Arbeit zu erleichtern (z.B. durch prägnante E-Mails). Denn Teamarbeit lebt vom reibungslosen Hand-in-Hand-Arbeiten der einzelnen Teammitglieder. Ob Sie ein dauerhaftes Team als Abteilung einer Firma haben oder ein Projektteam für eine bestimmte Zeit: es kann mitunter anstrengend sein, sich bei einem Projekt als Gruppe auf den Weg zu machen, aber es macht viel Freude, mit anderen gemeinsam an einer Sache zu arbeiten, erweitert den Horizont sowie die fachlichen und persönlichen Kompetenzen. Für Mitarbeiter bietet die Leitung eines Projektteams zudem die Chance, ihre Fähigkeiten als Führungskraft im kleinen Rahmen zu testen und damit für ihre weitere Karriereplanung zu wissen, ob eine Leitungsposition für sie erstrebenswert ist.